Grenzschlängeln halbrund um Basel

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Acht Mal überqueren wir die Landesgrenzen bei dieser abwechslungsreichen Tour, die man auch im Spätherbst oder an einem schönen Wintertag sehr gut fahren kann.

Die schlechte Nachricht: Sie werden sich verfahren auf dieser Tour. Um möglichst wenig in Konkurrenz mit dem Autoverkehr zu geraten, ist die Strecke etwas kompliziert. Die gute Nachricht: Es macht gar nichts, wenn Sie sich verfahren. Denn auch diverse Um- und Nebenwege sind reizvoll. Und weil wir immer in der Nähe von Basel bleiben, können Sie sich nicht wirklich verirren.

Wir starten am Petersplatz, wo man im Sommerhalbjahr einmal pro Woche zu den Abendtouren von Pro Velo aufbricht. Den Petersgraben hinab geht’s geradeaus zum St. Johanns-Rheinweg und in Richtung Dreirosenbrücke, bei deren Neubau man den Velofahrenden grosszügig Platz eingeräumt hat. Danach in einer Rechtsschlaufe wieder zum Rhein.

Nordwärts fahren wir bis zum Dreiländereck mit dem schnittigen „Pylon“, errichtet 1957. Wir stehen am „Tor der Schweiz zur Welt“, wie wir in der Schule gelernt haben. Vor uns schwingt sich die federleicht wirkende Dreiländerbrücke 240 Meter über den Fluss – exklusiv für Füsse und Velos. Sie hat den Deutschen Brückenbaupreis 2008 erhalten. Natürlich wollen wir die Preisträgerin befahren. Dafür müssen wir noch ein Stück durchs Hafenareal kurven, vorbei an der Ausstellung „Verkehrsdrehscheibe Schweiz und unser Weg zum Meer“ und am Siloturm mit seiner 52 Meter hoch gelegenen Aussichtsterrasse (mehr dazu: www.portofbasel.ch). Kurz nach dem Friedlinger Zoll zweigen wir links ab zur Brücke.

Nun haben wir schon zwei Mal eine Landesgrenze überquert. Bis zum Ende der Tour werden wir es auf acht Grenzüberschreitungen gebracht haben! In Frankreich halten wir uns diesmal nicht lange auf. Durch ein Industriequartier gelangen wir zur Palmrainbrücke. Gleich dahinter gehts rechts ab, dann alles geradeaus, zuerst der Autobahn entlang, dann unter ihr, schliesslich nach links in Richtung Zoll Otterbach. Hinterm Zoll führen Wegweiser zum Trinationalen Umweltzentrum (www.truz.org), das im berühmten Pavillon von Zaha Hadid residiert. Die bisher urbane Kulisse weicht der gestalteten Natur der „Grün 99“; am Wegrand viel Wissenswertes, Kunstwerke und ein genialer Spielplatz.

Ein Veloweg führt uns zum Zoll Weilstrasse. Dann orientieren wir uns am Beyeler-Museum, durchqueren Riehen und erreichen den Wenkenpark, wo uns Fahrverbotsschilder für einige Meter das Velo schieben lassen. Umso freier schweift der Blick über diesen wunderbar gepflegten „englischen Garten“. Hinunter, in Richtung „Hörnli“ lassen wir es sausen; dann geht’s auf dem Grenzacherweg durch stillen Friedhof und Wald, bis wir am Rhein wieder auftauchen. Über das Kraftwerk Birsfelden, den Birskopf und das St. Alban-Tal erreichen wir die Basler Innenstadt.

Bis zum Petersplatz misst mein Tacho genau 30 Kilometer – aber was für eine Reise durch Länder und Welten! Die haben Sie nicht zum letzten Mal gemacht. Beim nächsten Mal schaffen Sie es, ohne sich zu verfahren. Oder Sie wählen Ihren ganz eigenen Weg.

Heinz Weber

 

Stadt, Fluss, Land

Strecke: Basel Petersplatz – Dreiländereck – Wiesenpark – Riehen – Wenkenpark – Hörnli – Kraftwerk Birsfelden – St. Alban-Tal – Petersplatz
30 km, Strecke weitgehend flach, ca. 100 Höhenmeter

Orientierung: Velokarte Basel–Aargau 1:60'000, VCS und Kümmerly+Frey, CHF 28.80, sowie Stadtplan Basel-Stadt (verschiedene Ausgaben). Internet: www.stadtplan.bs.ch

 

Mundstück

Das Café „Reithalle“ im Wenkenpark hat vor allem den Vorteil einer exquisiten Lage und Umgebung. Es gibt kleine Mahlzeiten und ein schönes Kuchensortiment. Wir genossen Apfelkuchen mit Nüssen. Geöffnet täglich ausser Montag 9.15 - 18 Uhr.

Grenzschlängeln halbrund um Basel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fundstück

Kinderfund: Ein Drache zum Verlieben gehört zur Hinterlassenschaft der „Grün 99“ in Weil, für die verschiedene Parklandschaften auf insgesamt rund 30 Hektaren geschaffen wurden – ein in Basel zu wenig bekanntes Naherholungsgebiet.

Grenzschlängeln halbrund um Basel 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildlegende

Augenweide und Attraktion für Fussgänger und Velofahrende: Die Dreiländerbrücke, vom Dreiländereck aus gesehen.

Grenzschlängeln halbrund um Basel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Heinz Weber

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