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Spass auf zwei Rädern

Lieber Lust statt Frust

Gesundheit, Freiheit, Unabhängigkeit - wer Velo fährt, kennt diese Gefühle. Velofahren macht Spass, steigert das Wohlbefinden und die Fitness. Velofahren ist fast wie fliegen. Es belastet die Gelenke viel weniger als das Wandern. Und wer nicht mehr mag sich über einen Hügel zu „quälen“, der kann sich auch ein E-Bike besorgen. Diese sind jedoch für Leute abzuraten, die noch nie Velo gefahren sind!

Velofahren kann man fast überall: auf der Landstrasse, im Stadtverkehr, auf Feld- und auf Waldwegen. Das Velo sollte dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst sein. Die Artenvielfalt ist breit gefächert. Als „Kompromiss“ kann zwischen einem Mountainbike und einem Rennvelo ein „Trekkingrad“ ausgewählt werden. Wer sich ein Velo kaufen will, sollte sich auf jeden Fall vom Fachmann beraten lassen. Die Lust am Velofahren kann sich schnell durch Schmerzen im Rücken, in den Knien oder an der Sitzfläche in einen grossen Frust umwandeln. Der Rahmen sollte daher nicht zu schwer sein.

Rahmenlänge und Rahmenhöhe müssen der Körpergrösse angepasst werden. Nur wer die Sattelhöhe, die Sitzlänge und den Abstand zu den Pedalen richtig eingestellt hat, kann sich am Ende des Sommers noch mit der gleichen Freude wie im Frühling auf den Sattel schwingen. Mit einer modernen Gang-Kettenschaltung lässt sich die richtige Trittfrequenz und Übersetzung einfacher dem Gelände anpassen. Recht nützlich sind ein Tachometer mit Kilometerzähler und ein stabiles Bügelschloss.

Damit Velofahren Spass macht

Wer mit dem Velo unterwegs ist und eine Panne hat, ärgert sich. Ein funktionstüchtiges Velo braucht Pflege. Nach einer Ausfahrt lassen sich Staub und Schmutz mit einem Lappen und Geschirrwaschmittel ganz einfach aus der Kette entfernen. Hartnäckige Flecken lösen sich leicht mit etwas Petrol. Die Kette muss anschliessend mit etwas Kettenöl beträufelt werden.

Vor jeder Fahrt sollten die Beleuchtung und die Bremsen auf ihre Funktionstüchtigkeit, sowie der Luftdruck kontrolliert werden. In die Satteltasche gehören neben dem Flickzeug auch noch zwei Pneuheber. Auf längeren Touren und am Wochenende ist es ratsam, einen Ersatzschlauch mitzunehmen.

Ein Hartschalenhelm ist unerlässlich. Handschuhe schützen bei einem Sturz vor aufgeschürften Handballen. Damit Velofahren Spass macht, braucht es keine Rennbekleidung. Zweckmässige, dem Wetter angepasste Kleider, die nicht einengen, wenn möglich in Leuchtfarben sind sinnvoll. Rennhosen haben den Vorteil, dass sie auf der Sitzfläche gepolstert sind. Es gibt auch solche, die unter normalen Hosen getragen werden können. Der geeignete Veloschuh hat eine feste, grob profilierte Sohle, um so ein Abrutschen von den Pedalen zu vermeiden.

Erika Thüring